Du willst Evolution endlich wirklich verstehen und sicher durch Klausur und Abitur kommen? In diesem Quiz testest du dein Wissen zu Darwin, natürlicher Selektion, Artbildung und den wichtigsten Belegen der Evolution. Direkt darunter findest du eine kompakte Erklärung der zentralen Begriffe, mit der du gezielt und ohne Auswendiglernen lernst.
Wie fit bist du in Evolutionsbiologie? Von Darwin und natürlicher Selektion über Homologien und Gendrift bis zur Artbildung. Wähle deine Fragenanzahl. Bei jedem Durchlauf wird neu gemischt, du bekommst also jedes Mal eine andere Auswahl.
Was Evolution eigentlich bedeutet
Evolution beschreibt die Veränderung der Lebewesen über viele Generationen hinweg. Nicht das einzelne Individuum entwickelt sich weiter, sondern die Population als Ganzes. Innerhalb einer Population gibt es immer Unterschiede, also Variabilität. Manche Individuen sind durch ihre Merkmale etwas besser an ihre Umwelt angepasst als andere. Sie überleben im Schnitt häufiger und hinterlassen mehr Nachkommen. Über lange Zeiträume verschieben sich dadurch die Häufigkeiten bestimmter Merkmale, und aus kleinen Veränderungen können große werden. Genau dieses Zusammenspiel von Variation und Auslese ist der Kern jeder Evolutionstheorie.
Darwin und die natürliche Selektion
Charles Darwin veröffentlichte 1859 sein Werk über die Entstehung der Arten und lieferte damit die bis heute tragende Erklärung. Sein Grundgedanke ist einfach und stark zugleich. Es kommen mehr Nachkommen zur Welt, als überleben können. Zwischen ihnen gibt es Unterschiede, und ein Teil dieser Unterschiede ist erblich. Wer besser angepasst ist, pflanzt sich erfolgreicher fort. Diesen Fortpflanzungserfolg nennt man in der Biologie Fitness. Wichtig ist, dass Fitness hier nichts mit sportlicher Kraft zu tun hat, sondern mit der Zahl der überlebenden Nachkommen. Fast zeitgleich entwickelte Alfred Russel Wallace sehr ähnliche Ideen, was Darwin schließlich zur Veröffentlichung bewog. Lamarck hatte zuvor angenommen, im Leben erworbene Eigenschaften würden direkt vererbt. Diese Vorstellung gilt heute als überholt.
Belege der Evolution
Für die Evolution spricht eine ganze Reihe unabhängiger Belege. Homologe Organe besitzen denselben Grundbauplan, weil sie auf einen gemeinsamen Vorfahren zurückgehen. Der Arm des Menschen, die Flosse des Wals und der Flügel der Fledermaus sind trotz unterschiedlicher Funktion nach demselben Muster gebaut. Analogien dagegen sehen ähnlich aus oder erfüllen eine ähnliche Aufgabe, ohne verwandt zu sein, wie der Flügel eines Vogels und der eines Insekts. Rudimente wie das Steißbein sind zurückgebildete Reste einst funktionsfähiger Organe. Fossilien zeigen die zeitliche Abfolge und liefern Übergangsformen wie den Archaeopteryx, der Merkmale von Reptilien und Vögeln vereint. Der wohl stärkste moderne Beleg ist der Vergleich von DNA und Proteinen. Je ähnlicher die Sequenzen zweier Arten sind, desto näher sind sie in der Regel miteinander verwandt.
Wie neue Arten entstehen
Am Anfang der Artbildung steht meist eine Trennung. Bei der allopatrischen Artbildung schneidet eine geografische Barriere wie ein Fluss oder ein Gebirge eine Population in zwei Teile. Beide entwickeln sich getrennt weiter, bis sie sich so stark unterscheiden, dass sie keine fruchtbaren Nachkommen mehr miteinander bekommen. Diese reproduktive Isolation ist das entscheidende Kriterium des biologischen Artkonzepts nach Ernst Mayr. Eine Art ist danach eine Fortpflanzungsgemeinschaft, die von anderen reproduktiv getrennt ist. Seltener läuft die Artbildung ohne räumliche Trennung ab, dann spricht man von sympatrischer Artbildung.
Zufall und Auslese
Neue Variation entsteht letztlich durch Mutation, also durch Veränderungen im Erbgut, und durch Rekombination, die vorhandene Anlagen bei der Fortpflanzung neu mischt. Neben der Selektion wirkt aber auch der Zufall. Die Gendrift verändert die Häufigkeit von Allelen rein zufällig und ist in kleinen Populationen besonders stark. Zwei bekannte Sonderfälle sind der Flaschenhalseffekt, bei dem eine Population dramatisch schrumpft und dabei genetische Vielfalt verliert, und der Gründereffekt, bei dem wenige Individuen eine neue Population mit eingeschränktem Genpool aufbauen. Die Selektion selbst kann verschiedene Formen annehmen. Die stabilisierende Selektion begünstigt den Durchschnitt, die gerichtete Selektion verschiebt ein Merkmal in eine Richtung, und die disruptive Selektion fördert die Extreme und kann eine Population aufspalten.
So bereitest du dich aufs Abitur vor
Für Klausur und Abitur lohnt es sich, die Belege der Evolution sicher auseinanderzuhalten und an eigenen Beispielen erklären zu können. Achte darauf, Homologie und Analogie nicht zu verwechseln und die verschiedenen Selektionsformen mit einem konkreten Beispiel wie dem Birkenspanner zu verbinden. Nutze das Quiz oben ruhig mehrmals, denn bei jedem Durchlauf wird die Auswahl neu gemischt. So merkst du schnell, welche Begriffe schon sitzen und wo du noch nachlegen solltest.
Häufige Fragen zur Evolution
Was ist der Unterschied zwischen Homologie und Analogie?
Ist Evolution nur eine Theorie?
Was bedeutet Fitness in der Biologie?
Wie entstehen neue Arten?
Selektion und Artbildung setzen voraus, dass die Vererbungsregeln sitzen. Die frischst du im Genetik-Quiz auf, den Bau der Zelle im Zellbiologie-Quiz.