Russische Revolutionen Quiz
Abitur & Klausur • 30+ Fragen • Mit Erklärungen
Zarensturz, Lenin, Bürgerkrieg. Wie gut kennst du 1917?
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April 1917. Ein versiegelter Eisenbahnwaggon rollt durch Deutschland. An Bord: Wladimir Iljitsch Lenin, seit Jahren im Exil in der Schweiz.
Die deutsche Militärführung ließ ihn durch. Bewusst. Sie wetteten darauf, dass Lenin in Russland für Chaos sorgen würde – und Russland aus dem Krieg austreten würde. Die Wette ging auf. Kaum jemand in der Geschichte hat mit einer einzigen Reise so viel verändert.
1917 war eigentlich zwei Revolutionen. Die erste im Februar stürzte den Zaren. Die zweite im Oktober stürzte alles andere.
Die Februarrevolution – warum der Zar fiel
Nikolaus II. war kein Monster. Er war ein mittelmäßiger Mann in einem Amt, das außergewöhnliche Fähigkeiten erfordert hätte. Der Erste Weltkrieg zerrüttete Russland: Millionen Tote, Hungersnöte, Desertionen. Im Februar 1917 streikten die Petrograder Arbeiter. Die Truppen, die sie niederschlagen sollten, liefen über.
Nikolaus dankte ab. Die Provisorische Regierung übernahm – und machte den entscheidenden Fehler: Sie führte den Krieg weiter. Das kostete sie die Unterstützung.
Lenin und die Aprilthesen
Lenin kam im April 1917 nach Petrograd und stellte seine Aprilthesen vor: kein Vertrauen in die Provisorische Regierung, sofortiger Frieden, alle Macht den Sowjets. Die eigene Partei war geschockt. Die Bolschewiki waren eine Minderheit. Aber Lenin hatte ein Gespür für den Moment.
Im Oktober 1917 war die Provisorische Regierung geschwächt, die Bevölkerung kriegsmüde, die Sowjets bolschewistisch dominiert. In der Nacht vom 6. auf den 7. November stürmten Rotgardisten den Winterpalast. Der Umsturz dauerte Stunden. Ohne eine einzige große Straßenschlacht.
Was folgte, war schwerer: ein Bürgerkrieg, der Millionen das Leben kostete. Weiter durch die Geschichte: Erster Weltkrieg Quiz zeigt den Kontext, Kalter Krieg Quiz die Folgen.
Quellen
- Wikipedia: Oktoberrevolution
- bpb.de: Russische Revolution
- Pipes, Richard: Die Russische Revolution. Rowohlt 1994.
- Figes, Orlando: Die Tragödie eines Volkes. Berlin Verlag 1998.
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